Der Düsseldorfer Modehändler Peek & Cloppenburg steht vor einer großen Veränderung. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, soll P&C seine drei sogenannten Weltstadthäuser in Düsseldorf, Berlin und Frankfurt an den spanischen Konzern Inditex verlieren. Laut dem Bericht sind die Verträge mit dem Mutterkonzern von Marken wie Zara, Bershka und Massimo Dutti für alle drei Standorte bereits unterzeichnet; das Düsseldorfer Stammhaus an der Schadowstraße müsste demnach im Oktober 2027 geräumt werden. P&C teilte dazu mit, bezüglich der zukünftigen Standorte sei noch nichts entschieden, und auch eine Unternehmenssprecherin konnte einen Auszug gegenüber der NRZ „so nicht bestätigen“. Inditex und die verwaltene Immobiliengesellschaft Midstad äußerten sich nicht.
Die Immobiliengesellschaft Midstad – die wie P&C zur Unternehmerfamilie um Patrick Cloppenburg gehört – plant für die Objekte künftig eine gemischte Nutzung mit kleineren Einzelhandelsflächen sowie Büros, Gastronomie und Wohnungen. P&C-Geschäftsführerin Constanze Freienstein verwies auf die unterschiedlichen geschäftlichen Interessen von Mieter und Vermieter, während eine P&C-Sprecherin gegenüber der NRZ bestätigte, dass die Verkaufsflächen in den Weltstadthäusern künftig verkleinert werden.
Der mögliche Verlust der Top-Immobilien trifft P&C in einer Phase des grundlegenden Umbaus. Das von der JC Switzerland Holding geführte Unternehmen verzeichnete seit der Pandemie sinkende Umsätze – nach Schätzung des Handelsblatts zuletzt unter eine Milliarde Euro nach einst 1,49 Mrd. Euro – und durchlief 2023/24 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Im Rahmen der Neuausrichtung plant die Unternehmensführung, die bisherigen Flächen von bis zu 16.000 qm auf meist 3.000 bis 5.000 qm zu verkleinern, hält jedoch am Bekenntnis zu den bisherigen Städten sowie an einer mittelfristigen Erweiterung des gesamten Filialnetzes fest.