In den unteren Etagen schien alles beim Alten. Im vierten Obergeschoss hingegen, bei den Heimtextilien und Haushaltswaren, stellte sich die Lage anders dar: Ganze Bereiche waren mit rot-weißem Flatterband abgesperrt, darüber ein Schild mit der Aufschrift: „Diese Marke steht vorübergehend nicht zum Verkauf.“ Die Insolvenz macht sich also doch bemerkbar.
Zeitgleich zeichnete ein Artikel der Bild-Zeitung ein ähnliches Bild von einem Berliner Galeria-Kaufhaus. Autor Frank Ochse beschreibt, dass in der Hauptstadt große Teile der Spielzeugabteilung abgesperrt seien; ähnlich sehe es in der Schreibwaren- und Schuhabteilung aus, beispielsweise bei Geox. Wenn Galeria Waren verkauft, fließen die Einnahmen derzeit in die Insolvenzmasse. Um zu verhindern, dass bereits gelieferte, noch unbezahlte Ware ohne direkte Gegenleistung den Besitzer wechselt, machen Hersteller ihr sogenanntes Aussonderungsrecht geltend. Auf Nachfrage der Zeitung erklärte ein Galeria-Sprecher, dass es sich bei den Absperrungen um „temporäre Einzelfälle“ handle, die schätzungsweise lediglich 1 % des Umsatzes beträfen.
Für die betroffenen Marken geht es jetzt um Schadensbegrenzung. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Lieferanten dem Beispiel von Geox, Zwilling und Co. noch folgen werden. Für das ohnehin angeschlagene Unternehmen sind abgesperrte Regale jedenfalls ein denkbar schlechtes Signal.