Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Juni leicht verbessert. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Damit endet der negative Trend der vergangenen Monate – allerdings auf weiterhin niedrigem Niveau.
Im Vergleich zum Vormonat legt der Index leicht zu, bleibt jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert. Belastend wirken weiterhin globale Krisen wie der anhaltende Irankrieg sowie steigende Preise. Entsprechend verhalten entwickelt sich auch die Anschaffungsneigung: Sie steigt minimal, bleibt aber ebenfalls klar hinter dem Vorjahresniveau zurück.
Ein pessimistischer Blick dominiert weiterhin die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung erreicht einen ähnlich niedrigen Stand wie zuletzt Anfang 2023. Gleichzeitig zeigt sich eine leichte Verschiebung: Die Sparneigung nimmt etwas ab, während der Konsum wieder geringfügig an Bedeutung gewinnt.
Nach der ersten Jahreshälfte fällt die Bilanz insgesamt negativ aus. Trotz der leichten Verbesserung im Juni sehen die Experten noch keinen belastbaren Hinweis auf eine nachhaltige Erholung im zweiten Halbjahr. Entscheidende Impulse werden vor allem von geopolitischen Entwicklungen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen erwartet. Ein Ende des Irankriegs sowie zusätzliche Entlastungen könnten die Konsumstimmung stabilisieren und wieder ankurbeln.
Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 1.600 Personen. Es misst unter anderem Anschaffungs- und Sparneigung sowie die Einschätzung der finanziellen Lage. Als Frühindikator bildet es die erwartete Verbraucherstimmung für die kommenden drei Monate ab.