Die positive Entwicklung bei der Verbraucherstimmung in Deutschland hält an. Sie bleibt aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Der Wert steigt zum zweiten Mal in Folge auf 94,77 (Juni 2026: 93,37). Der Vergleich zum Vorjahresmonat (Juli 2025: 97,73) zeigt jedoch die weiterhin herrschende Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Rahmenbedingungen. Die Einkommenserwartung hat sich auf 98,73 verschlechtert (Juni 2026: 102,80). Die Anschaffungsneigung ist leicht auf 86,09 gefallen (Juni 2026: 87,79). Dafür ist die Konjunkturerwartung leicht auf 85,34 gestiegen (Juni 2026: 83,45).
Die Gründe für die verbesserte Konsumstimmung liegen vor allem in einer zuträglichen Sparneigung (110,59 nach 106,64), Preiserwartung (100,11 nach 106,64) und Zinserwartung (116,20 nach 113,28). Bei diesen Werten bedeutet ein hoher Wert, dass er sich positiv auf die Konsumstimmung auswirkt. Ein hoher Indikator bei der Sparneigung bedeutet zum Beispiel, dass die Konsumentinnen und Konsumenten weniger geneigt sind zu sparen.
Das HDE-Konsumbarometer ist als Index konstruiert. Basis sind die Befragungsergebnisse des Januar 2017, sodass für diesen Monat ein Indexwert von 100 festgesetzt ist. Dabei bildet das Barometer nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab. Vielmehr ist es zukunftsorientiert und steht für die Verbraucherstimmung in den nächsten drei Monaten. Die Datenbasis für das HDE-Konsumbarometer bildet eine monatliche Haushaltsbefragung, die vom Marktforschungsinstitut Yougov durchgeführt wird. Die Stichprobe umfasst jeweils ungefähr 1.600 Haushalte und ist bevölkerungsrepräsentativ.