Der Weg in die Schuhbranche …
… war für beide nicht vorgezeichnet. Christina Griesert (38) studierte Betriebswirtschaft und wollte anschließend mit „schönen Dingen“ arbeiten. Nach einem Praktikum bei Westwing im Einkauf wechselte sie zu Pölking, wo sie Celina Mönkediek (30) traf, die nach ihrem Studium im Medien- und Kommunikationsmanagement dort im Bereich Marketing und Social Media arbeitete. Die Begeisterung für Mode brachte sie bereits aus ihrer Familie mit: Mehrere Frauen in ihrem Umfeld führten eigene Boutiquen. Schuhe als berufliches Feld hatte sie zunächst jedoch nicht im Blick.
Der Aha-Moment …
… in dem sie merkte, dass sie in der richtigen Branche ist, kam für Christina Griesert bei der Entwicklung von Eigenmarken. Auf Reisen, unter anderem nach China, wählte sie Materialien aus und begleitete den Weg bis zum fertigen Produkt. „Als ich den Schuh später in der Hand hielt, wusste ich: Hier bin ich richtig“, erinnert sie sich. Gerade die Komplexität habe sie gereizt. „Der Schuh ist ein sehr anspruchsvolles Produkt – aber genau das macht ihn für uns interessant.“
Die Idee, ein Unternehmen zu gründen …
… entwickelte sich über längere Zeit. Dass daraus eine Schuhmarke werden würde, stand anfangs noch nicht fest. Mit den ersten Reisen zu Produktionsstätten wuchs jedoch bei beiden die Begeisterung für das Produkt. Mittlerweile sind Mönkediek und Griesert seit fünf Jahren mit Cedoublé aktiv.
Ihre Beziehung zur Branche …
… beschreiben sie mit folgenden Begriffen: Produktliebe, Qualitätsanspruch und Herausforderung. Seit der Gründung seien die Ansprüche an Verarbeitung und Passform gestiegen. Hinzu komme die Schwierigkeit, ausschließlich über den Onlineshop zu verkaufen, da gerade Schuhe stark von individueller Passform und Beratung abhängen. Umso wichtiger ist für die Gründerinnen der direkte Austausch mit ihren Kunden. „Mittlerweile sind wir so nah am Endverbraucher dran, dass wir regelmäßig Feedback erhalten und das miteinbeziehen. Dadurch haben wir ein viel besseres Gefühl dafür, was unsere Kundinnen brauchen und wollen. Unsere Liebe zum Produkt ist dadurch noch mehr gewachsen“, ergänzt Celina Mönkediek.
Konsum und Nachhaltigkeit …
… sind zentrale Themen, die das Geschäftsmodell prägen. Reguläre Rabattaktionen gibt es bei Cedoublé nicht. Rücksendungen bezahlen die Kunden selbst. Anfangs hätten solche konsequenten Entscheidungen den Verkauf erschwert, sagen Mönkediek und Griesert. Langfristig hätten sie sich jedoch als stimmig und von Vorteil für die Positionierung der Marke erwiesen. „Anfangs wurde noch vermehrt nach Rabatten gefragt, aber mittlerweile ist das kein Thema mehr“, sagt Christina Griesert. Fragen zu Größen, Materialien und Kombinationsmöglichkeiten zeigten außerdem, dass Kaufentscheidungen mittlerweile bewusster getroffen würden.
Die persönlichen Lieblingsschuhe …
… sind für Christina Griesert die Lucy Lace Up Sandale, die sie seit fünf Jahren in zwei Farben besitzt, sowie der Wilbeth Western Boot. Letzterer „vereint Charakter und Coolness und ist zugleich zeitlos. Wir kriegen oft Komplimente dafür.“ Celina Mönkediek schwört auf die Hollie Sandale – „wahnsinnig bequem, obwohl sie einen kleinen Absatz haben“ – und auf die Bela Buckle Sandale – „geht immer und ist vielfältig einsetzbar“. Als „absolutes Community-Highlight“ und den am meisten verkauften Schuh nennen die Gründerinnen den Sammy Seam Clog.