58 % der Befragten bewerten die Forderung der Deutschen Industrie- und Handelskammer nach mehr Entscheidungsfreiheit für den Handel als richtig. 33 % lehnen den Vorschlag ab, 9 % sind unentschieden. Für die Untersuchung wurden vom 14. bis 16. Juli 2026 insgesamt 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.
Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen und Regionen. Bei den 18- bis 29-Jährigen stimmen 61 % der Forderung zu. In Ostdeutschland liegt der Anteil der Befürworter bei 66 %, in Westdeutschland bei 55 %.
Noch deutlicher fallen die Unterschiede zwischen den politischen Lagern aus. Unter potenziellen FDP-Wählern erreicht die Forderung mit 77 % die höchste Zustimmung. Bei Befragten, die aktuell keine der bekannten Parteien wählen würden, sind es 66 %. Am kritischsten äußern sich Anhänger der Grünen: 43 % unterstützen den Vorstoß, 47 % lehnen ihn ab. Sie sind damit die einzige in der Veröffentlichung ausgewiesene Gruppe, bei der die Zustimmung unter 50 % liegt.
Die Fragestellung bezog sich ausdrücklich darauf, ob Händler selbst über eine Sonntagsöffnung entscheiden sollten. Die Ergebnisse bilden daher vor allem die Haltung zur unternehmerischen Entscheidungsfreiheit ab und nicht unmittelbar die tatsächliche Nutzung oder gewünschte Häufigkeit verkaufsoffener Sonntage.