schuhkurier: Wie ist Ihr Weg ins Unternehmen verlaufen?
Kerstin Grabenschweiger: Als Familienunternehmen war Hickersberger natürlich schon von klein auf ein Teil meines Lebens. Ich bin mit dem Betrieb und mit dem Thema Schuhe aufgewachsen und habe dadurch schon früh einen Einblick bekommen, wie viel Arbeit, Leidenschaft und Herzblut hinter einem Familienunternehmen stecken. Trotzdem war für mich nicht von Anfang an klar, dass auch mein eigener beruflicher Weg einmal ins Unternehmen führen würde. Mir war wichtig, zunächst meine eigene Ausbildung und meine eigenen Erfahrungen zu machen und mich bewusst dafür zu entscheiden. Mit der Zeit bin ich dann immer stärker in das Unternehmen hineingewachsen, habe Schritt für Schritt mehr Aufgaben und Verantwortung übernommen. Heute kann ich meine eigenen Ideen einbringen und gleichzeitig auf dem aufbauen, was meine Familie über viele Jahre geschaffen hat.
Gab es einen Moment, in dem Sie wussten: Ich möchte diese Laufbahn einschlagen?
Eigentlich war es schon als Kind mein großer Traum, einmal im Familienunternehmen mitzuarbeiten und dieses vielleicht auch eines Tages weiterzuführen. Die Firma, die Schuhe und alles, was dazugehört, waren für mich immer ein ganz selbstverständlicher Teil meines Lebens. Dass dieser Kindheitstraum tatsächlich einmal Realität werden würde und ich heute dort stehe, wo ich bin, macht mich sehr dankbar. Wenn das Interesse und die Begeisterung da sind: Mut haben und es einfach versuchen! Auch wenn es nicht immer einfach ist, bietet die Schuhbranche viele Möglichkeiten und Chancen, sich weiterzuentwickeln und eigene Ideen einzubringen.
Welche Entwicklung macht Ihnen Sorgen?
Die gesamte aktuelle wirtschaftliche Situation ist herausfordernd. Steigende Kosten, eine gewisse Kaufzurückhaltung und die allgemeine Unsicherheit sind natürlich auch in unserer Branche spürbar. Umso wichtiger ist es, positiv zu bleiben, flexibel zu reagieren und den Blick nach vorne zu richten.
Welche Entwicklung macht Ihnen Hoffnung?
Ich glaube, dass es gerade in herausfordernden Zeiten wichtig ist, positiv gestimmt zu bleiben und mit Zuversicht nach vorne zu schauen. Herausforderungen bringen schließlich auch immer neue Chancen mit sich.
Welche Themen treiben Ihre Generation besonders um?
Nachhaltigkeit und ein bewusster Blick in die Zukunft sind für unsere Generation wichtige Themen. Dazu gehört für mich auch ein stärkeres Bewusstsein für natürliche Materialien, Qualität und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?
Positiv bleiben, an sich selbst glauben und den Mut haben, neue Wege zu gehen – auch wenn man nicht immer weiß, wohin sie führen.