Bei fast zwei Dritteln der Befragten habe sich die Lage im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum verschlechtert.
69 % der befragten Händler berichten von rückläufigen Gewinnen. Als Belastungen nennt der Verband insbesondere steigende Kosten für Beschäftigung, Energie und Wareneinkauf bei zugleich stagnierenden Umsätzen. „Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen ist auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Corona-Lockdown“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen.
Auch der Ausblick fällt zurückhaltend aus: 65 % der Unternehmen erwarten für 2026 Umsätze unter dem Vorjahresniveau, lediglich 18 % rechnen mit einem Anstieg. Der HDE hält dennoch an seiner Prognose eines nominalen Umsatzplus von 2 % fest. Demnach könnte der Einzelhandel 2026 insgesamt 697,4 Mrd. Euro umsetzen.
Der Verband fordert bessere politische Rahmenbedingungen und warnt insbesondere vor Einschränkungen bei Minijobs. Zudem spricht sich der HDE für eine Begrenzung der Lohnnebenkosten auf 40 $ aus. „800.000 Minijobber im Einzelhandel und viele Unternehmen in der Branche sind auf einen vernünftigen und zukunftssicheren Umgang mit dieser Beschäftigungsform angewiesen. Da sollte die Politik nicht mit den Lebensmodellen vieler Menschen spielen“, warnt von Preen.