Church’s soll nach Jahren zurückhaltender Markenführung in eine neue Wachstumsphase starten. Denni Manzatto, President des britischen Schuhherstellers, kündigte verstärkte Investitionen in den Standort Northampton an. Gleichzeitig will das Unternehmen neue Schuhliebhaber für die Traditionsmarke gewinnen. Das geht aus einem Bericht der Vogue hervor.
„Church’s hat für die Prada Group im Verhältnis zu seiner Unternehmensgröße eine überproportionale Bedeutung“, sagt Manzatto. Laut den Halbjahreszahlen der Prada Group steht Church’s mit einem Jahresumsatz von rund 32 Mio. Britischen Pfund für etwa 1 % des Konzernumsatzes. „Es ist ein Juwel, das wir bewahren, restaurieren und zu neuen Höhen führen sollten.“
Church’s wurde 1873 von Thomas Church gegründet und 1999 von der Prada Group übernommen. Manzatto kam 2013 zu Prada und übernahm 2022 die Position des CEO bei Church’s. 2026 wurde er zum President der Marke ernannt. Zusätzlich ist er als Chief Integration and Transformation Officer bei Versace tätig.
Bei einer Präsentation in London rückte Church’s unter anderem den Chelsea Boot Stanhope, den Oxford Skipton und den Schnürschuh Sidley in den Fokus. Die Damenlinie Sloane wurde durch den Susan Ankle Boot aus poliertem Kalbsleder repräsentiert.
Die Wurzeln der Schuhproduktion in Northampton reichen bis ins Mittelalter zurück. Church’s gehörte zu den Unternehmen, die das dortige handwerkliche Produktionsmodell industrialisierten, ohne die Abfolge spezialisierter Arbeitsschritte aufzugeben. Heute setzt die Marke diese traditionellen Fertigungsmethoden gezielt als Differenzierungsmerkmal ein. Auch andere Hersteller aus Northampton wie Tricker’s, Cheaney und Edward Green verfolgen diesen Ansatz.